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Der kleine aber feine Unterschied... ...zwischen guten und schlechten Hundeschulen, guten und schlechten Hundetrainern. In der Schweiz sind Begriffe wie "Hundetrainer" "Hundeausbilder" etc. leider nicht geschützt. Das heisst das jedermann sich so nennen und dementsprechend handeln und unterrichten darf. Hundeschulen schiessen derweil wie Pilze aus dem Boden und es ist nicht immer einfach die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich habe in Hundeschulen gute, wie auch schlechte Erfahrungen gemacht, leider mehr negative als positive. Deswegen rate ich jedem, der sich für Kurse oder gar einer Mitgliedschaft in einem Verein/Hundeschule interessiert, sich vorher genauestens zu informieren und erstmal ohne Hund zuschauen zu gehen. Gefällt einem was man da sieht, ist die kostenlose Teilnahme an einem Probetraining angebracht. Jede gute Hundeschule bietet kostenlose Schnupperstunden an. Erst danach sollte man sich für oder gegen die Hundeschule oder den Kurs entscheiden. Ein Beispiel aus der Praxis: Ich bin auch einmal darauf reingefallen, habe vor dem Buchen eines Familienhundekurses mehrmals mit der HuSchu gemailt und betont, dass ich mit Clicker und positiver Bestärkung arbeite. Mir wurde bestätigt dass dies ganz in ihrem Sinne sei, jedoch Schnupper-/Probelektionen nicht möglich seien, weil sie nur Kursblöcke anbieten würden. So habe ich das Geld für 12 Lektionen überwiesen und wurde bitter enttäuscht. Die erste Übung in besagter Familienhundegruppe, war der "korrekte Leinenruck" :o( . Die zweite Übung war ähnlich einfallsreich und wer mich kennt weiss, dass ich in solchen Fällen direkt meine Meinung sage. Habe den Kursleiter darauf angesprochen, der mir freundlicherweise einen anderen Kurs anbot, jedoch wieder mit ihm als Leiter. Auf meinen schriftlichen Beschwerdebrief wurde erst nach mehrmaligem Nachfragen reagiert. Man warf mir vor dass ich nicht berechtigt sei, eine langjährigen Hundetrainer in Frage zu stellen. Von meinem Geld habe ich nichts zurückerhalten. Seitdem bin ich äusserst vorsichtig geworden. (Ich verzichte darauf den Namen dieser Schule zu nennen...) Fazit: "langjährige Erfahrung" bedeutet nicht automatisch dass der Ausbilder nach dem neuesten Stand der Dinge unterrichtet und sagt überhaupt nichts über die Qualität aus! ABER, ich habe auch sehr positive Erfahrungen gemacht :o) Als Beispiel durfte ich mit meiner damals 7 jährigen Hündin (die ich frisch übernommen hatte), einen Junghundekurs des KV Seetal besuchen. Die Hunde waren natürlich alle viel jünger, aber ungefähr gleich gross wie Taja. Diese Stunden haben Taja und mir unendlich viel gebracht, nicht zuletzt Dank der einfühlsamen Art der Kursleiterinnen, deren Geduld und Kreativität. Bei Balance in Lindau habe ich vor Jahren beispielsweise einen Clickerkurs besucht und es war für mich eins der lehrreichsten Tage in Sachen Hundeerziehung überhaupt. Unweigerlich stellt sich die Frage, wie unterscheidet sich denn eine gute von einer schlechten Hundeschule, ein guter von einem schlechten Hundetrainer? Bietet ein SKG/SKV-Verein automatisch nur gute Kurse an? Die Kurse stehen und fallen mit den einzelnen Hundetrainern. Demnach kann eine Hundeschule einen guten Ruf haben, man erwischt aber ausgerechnet einen Trainer der einem nicht zusagt, oder dessen Trainingsmethoden veraltet sind. Mein Tip: sagen euch die Methoden des Trainers nicht zu, sprecht offen mit ihm und versucht den Kurs zu wechseln. Bietet die Hundeschule ansonsten keine passenden Kurse für euch an, dann lasst es (euren Nerven zuliebe) lieber sein. Dies sind einige Kriterien die meiner Meinung nach, eine gute Hundeschule ausmachen: * die Hunde werden nicht an Würgehalsbändern o.ä. geführt, Brustgeschirre sind gern gesehen * die Arbeit mit Leckerli und Lob ist willkommen * kein Drill und kein Anschreien, kein "runterdrücken" der Hunde und kein Alphawurf und dergleichen * es wird auf jeden Hund individuell eingegangen und bei Problemen nach individuellen Lösungen gesucht *die Hunde werden als Lebewesen respektiert und nicht als Sportgeräte missbraucht PS: ein von Hundetrainern gerne verwendeter Spruch ist, dass Hunde mit Brustgeschirr nichts lernen und sie dementsprechend nur Halsbänder zulassen. Lasst euch nicht einschüchtern! Wäre das wirklich so, würde das übersetzt bedeuten dass nur über negative Reize im Halsbereich gearbeitet wird. (Siehe auch Rubrik "Halsband oder Brustgeschirr"). Dabei geht es bei der Hundeerziehung und Ausbildung nur um eins, Teamarbeit, so positiv wie möglich und nicht darum möglichst schnell durch negative Reize zum Ziel zu kommen... In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg bei der Suche einer geeigneten Hundeschule und viel Spass beim Training. Jessi Rolfini (meine ganz persönliche Meinung ;o)) |
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(c) JR 2006 |
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